Charles Darwin und die Evolutionstheorie

 

ß BACK

 

Lebenslauf:

Charles Robert Darwin wurde am 12. Februar 1809 in Shrewsbury (England) geboren. Er war das 5. Kind einer wohlhabenden und gebildeten Landarztfamilie. Nach einer weniger erfolgreichen Schulzeit begann Darwin auf Wunsch seines Vaters Medizin zu studieren. Nach zwei Jahren jedoch brach er dieses Studium ab und studierte Theologie, beschäftigte sich aber nebenbei intensiv mit Biologie und Geologie.

Mit 22 Jahren wurde ihm durch hilfreiche Vermittlung das attraktive Angebot gemacht an einer Forschungsexpedition rund um die Welt teilzunehmen. Darwins Aufgabe bestand darin, die unterwegs angetroffenen Lebewesen zu studieren und registrieren. Schliesslich erreichten sie die Galápagosinseln. Diese waren fast völlig sich selbst überlassen, was sie zum idealen Forschungsort machte. Die Flora und Fauna dieser Inseln hinterliessen bei Darwin einen bleibenden Eindruck. Schon 1845 kam er zu der Ansicht, dass sich alle dort anzutreffenden Finkenarten aus einer einzigen Stammart entwickelt haben.

Wieder in England angelangt heiratete er 1839. Im selben Jahr veröffentlichte er sein erstes Buch, ein Reisebericht der Expedition.

 

Entwicklung bis zu Darwin:

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sah man keinen Grund an der Unveränderlichkeit der Arten zu zweifeln. Damals war man vom biblischen Schöpfungsbericht überzeugt. Das heisst, dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat und alle Lebewesen bereits bei der Schöpfung in der heutigen Form existierten, sich also im Laufe der Zeit nicht weiterentwickelt haben. Wenn man bedenkt, dass ein Mensch während seines Lebens keine Veränderungen der Arten feststellen kann, ist es verständlich, dass die Menschen dies glaubten. Darwin erntete für seine Theorie nicht nur grosses Interesse, sondern auch scharfe Kritik. Er wurde verhöhnt und verspottet, vor allem von christlichen Wissenschaftlern und Theologen. Es dauerte Jahrzehnte bis seine Theorie anerkannt wurde.

 

Baptiste de Lammarck (1809):

Die Giraffe lebt bekanntlich in Afrika, wo die Böden dürr und graslos sind. Deshalb ist sie gezwungen, Laub von hohen Bäumen zu fressen. Dafür waren aber ihre Vorderbeine zu kurz. Um die Blätter dennoch erreichen zu können, stand die Giraffe auf die Hinterbeine und streckte ihren Hals bis er schlussendlich länger wurde.

Lammarck war der Ansicht, dass stark genutzte Körperteile besser ausgebildet werden und dass die im Laufe des Lebens erworbenen Eigenschaften an die Nachkommen vererbt werden.

 

Darwin (1859):

 

Im Gegensatz zu Lammarck war Darwin der Überzeugung, dass solche Eigenschaften wie lange Hälse angeboren  sind und nicht erworben werden. Die Veränderung der Arten kommt dadurch zustande, dass nur die langhalsigen Giraffen überleben (die anderen verhungern).

Theorie:

Nach der Forschungsexpedition entwickelte Darwin mit Hilfe der Aufzeichnung, die er damals gemacht hatte, die folgenden Thesen:

 

*      mehr Nachkommen als zur Erhaltung der Art nötig ist

à Kampf ums Überleben („struggle for life“)

*      beschränkte Ressourcen

à nur die am besten angepassten Individuen überleben („survival of the fittest“)

*      Nachkommen eines Elternpaares variieren in ihren Merkmalen, haben aber gewisse Merkmale von ihren Eltern geerbt

à die natürliche Auslese („natural selection“) führt zur Veränderung der Arten

 

 

Folglich haben alle Lebewesen einen ähnlichen Ursprung und haben sich durch diese Auslese verschieden entwickelt. Auch der Mensch ist ein Produkt dieser natürlichen Evolution, er stammt also von tierischen Vorfahren ab. Heutzutage lässt sich diese These anhand Ähnlichkeiten am Knochenbau und den Enzymen usw. belegen. Man kann auch ungefähr berechnen, wann wir mit welchen Tieren einen gemeinsamen Vorfahren haben:

 

v   Mit Affen vor 25

v   Mit Hühnern vor 280

v   Mit Fischen vor 490

v   Und mit Insekten vor 750 Millionen Jahre

 

Wir sind sogar mit der Bäckerhefe verwandt. (Also ein bisschen mehr Respekt beim Brotbacken!!!)

Corina und Nicole

ß TOP