Die Welt der Dinge 

 

 


Eine kleine Geschichte der Gegenstände, die der Menschheit das Leben erleichtern

 

Zusammengestellt von der Klase 1 Sa

2. Semester 2004

 

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Inhalt:

 

 

  • Vorwort                                                                                           
  • Kühlschrank              H. Stalder                                                     
  • Spiegel                       Nicole S. und Fiona              
  • Telefon                      Luana und Zora                                
  • Glühbirne                  Petra und Stephanie            
  • Zigarette                    Pablo und Robin                              
  • Uhr                              Marc und Guido                               
  • Fernseher                  Jonas und Evelyn                            
  • Schloss                      Corina und Nicole M.            
  • Papier                         Gina und Tatjana L.
  • Rad                             Tatjana N. und Sabine                     

 

Wir und die alltäglichen Gegenstände, die uns umgeben:

Benutzen wir unsere grossen und kleinen Helfer selbstbestimmt, um unser Leben zu vereinfachen, zu verschönern, es von unnötigem Ballst und Krampf zu befreien? Oder unterwerfen uns diese Helfer ihrerseits Zwängen, die wir selbst nicht mehr steuern können?

Schauen wir uns zwei Beispiele an:

Wir sitzen an den Aufgaben, ein Blatt Papier vor uns, den Kugelschreiber in der Hand. Wir klicken nervös mit dem Knopf, der die Mine bewegt, nach einer Weile stehen wir auf, holen etwas Essbares oder einen Drink aus dem Kühlschrank, versuchen es erneut. Und machen wir nun das Gedankenspiel: Wie sähe diese Situation aus ohne Kugelschreiber und ohne Kühlschrank. Ist die einfache Verfügbarkeit von Schreibmaterial und die Verfügbarkeit von „Refreshments“ zu allen Zeiten nur eine Bequemlichkeit – zufällig einmal erfunden und uns zur Verfügung gestellt – oder sind sie Voraussetzung zu unserem modernen Leben, das uns erlaubt, einen hohen Ausbildungsstand zu erreichen (oder uns auch dazu zwingt, wenn wir in der modernen Welt nicht an den Rand gedrängt werden wollen) und uns von kleinen Lästigkeiten befreit? Oder sind Kugelschreiber und Kühlschrank Voraussetzungen, die uns erlauben, die Nahrungsmittel und die Arbeitsinstrumente stets zur Verfügung zu haben, anstatt sie uns mit viel eigene oder fremde Arbeit zu beschaffen oder beschaffen zu lassen und uns damit erst die Möglichkeit und die Zeit verschaffen, uns einer höheren Ausbildung zu widmen? Kurz: bestimmen die Gegenstände uns – oder bestimmen wir über sie?

Die Antwort werden wir vielleicht nicht finden, aber die Geschichte und einige Gedanken zur Welt der uns umgebenden Dinge sollen uns inspirieren, die Welt kurz von einer neuen und unerwarteten Seite her anzuschauen.

Sa Juni 2004

 

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Kühlschrank

 

Das Problem, Lebensmittel längere Zeit aufzubewahren und sie dafür kühl zu halten, ist uralt. Über Jahrtausende behalfen sich die Menschen mit natürlichen Kühlstellen wie Höhlen, später Gewölben und Kellern. Bereits die Altsteinzeit kannte Eishöhlen. Im antiken Mittelmeerraum gab es einen regen Handel mit Eis und Schnee. Wegen ihrer Vergänglichkeit blieben diese Kältelieferanten jedoch ein teures Luxusgut. Der lateinische Schriftsteller Martial berichtet, dass das Eiswasser teurer sein konnte als der damit gekühlte Wein.

Neben der Nutzung und Konservierung natürlicher Vorkommen versuchten die Menschen sehr früh, Eis selbst herzustellen. Im späten Mittelalter nutzte man zunehmend chemische Effekte, so wurde z.B. die Reaktion von Salpeter beim Zusammentreffen mit Wasser genutzt; dabei wird die Temperatur um 15 Grad Celsius abgesenkt. Bis in die Neuzeit wurde daneben  weithin natürlich vorkommendes Eis richtiggehend "geerntet", in tiefen Kühlgruben gelagert und über die Sommermonate hinweg verbraucht.

Erste maschinelle Verfahren zur Kälteproduktion kamen im Rahmen der Industrialisierung gegen Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Diese Maschinen arbeiteten in der Regel mit Äthyläther als Kühlmittel und wurden z.B. auf Transportschiffen zwischen Australien und England eingesetzt. Ziel war nicht mehr die Kühlung von Getränken oder die Herstellung exquisiter Kaltspeisen, vielmehr standen nun geschäftliche Aspekte im Vordergrund: Handelsunternehmer wollten mit importiertem Fleisch Gewinne machen. Allerdings stellte der Äthyläther ein massives Problem dar: Immer wieder führte der Austritt explosiver Gasgemische zu Katastrophen.

Im Privathaushalt kamen in den USA Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkt Eiskisten auf, die jedoch noch mit maschinell erzeugtem Eis beschickt wurden. Um das Jahr 1900 begannen einige Unternehmen mit der Entwicklung von Kühlgeräten für private Kunden auf Basis der Kompressortechnik. Als Kühlmittel wurde nun Ammoniak eingesetzt. 1918 wurden die ersten Kühlschränke für den Haushalt – genau 67 Stück – in Detroit verkauft. Die Chance, einen Markennamen zum Gattungsbegriff zu machen, ergriff jedoch wenig später Frigidaire beim Schopf: Noch heute ist in englischsprachigen Ländern die Kurzform "Fridge" Synonym für den Kühlschrank schlechthin. Aber alle diese Geräte blieben allerdings exklusive Luxusgegenstände. Noch 1921 lag der Gesamtabsatz aller Hersteller in den USA bei rund 5000 Stück.

Erst nach dem 2. Weltkrieg, in den USA in den 40er, bei uns in den 50er Jahren, wurde der Kühlschrank zum Symbol für den neuen  Zeitgeist, den Aufbruch in die Moder­ne: Verschlang 1950 ein Kühlschrank noch drei ganze Monats­löhne, kostete er zehn Jahre später nur noch zwei Drittel eines Monatslohnes. Aus dem Luxusartikel war ein Alltagsgegenstand geworden, der die ge­stiegenen Ansprüche an Hygiene und Komfort zu befriedigen hatte. Heute beträgt die Kühl­schrankdichte in der Schweiz nahezu 100 Prozent. Tiefkühlgeräte stehen schätzungsweise in vier von fünf Haus­halten.

Textfeld:  Mit dem Kühlschrank in der Küche änderten sich auch die Ess- und Lebensgewohnheiten. Welch gewaltigen Einbruch diese Wunderkiste in die traditionelle Haus­- und Kocharbeit bedeutet, merken wir erst, wenn unsere Grossmütter davon schwärmen, wie der Kühlschrank ihr Leben erleichtert hat: Sie hatten noch in der Haushaltschule gelernt, für knappe Zei­ten einzukochen, in stundenlanger Ar­beit einzusäuern, einzusalzen oder ein­zulagern.  Nun explodierte das Wa­renangebot der jungen Nahrungsmittel­industrie förmlich.

Mit der Technisierung der Haus­halte ging ein Wandel im Arbeitsmarkt einher. Mehr und mehr Frauen gingen einer Erwerbs­arbeit nach. Die Zeit für Lebensmitteleinkäufe wurde knapper. Das blieb nicht ohne Folgen für die Ernährungs­weise: Die Tiefkühlindustrie beschert uns ständig neue Produkte: Wurden 1993 insgesamt 86’000 Tonnen ver­zehrt, waren es 1995 bereits 95’000. Seit den 60er Jahren kommt z.B. der Spinat als Eisklotz daher. Was früher Stunden in Anspruch genom­men hatte – das Zubereiten und Kochen einer kompletten Mahlzeit – lässt sieh heute dank Gefriertruhe und Mikro­wellenherd blitzschnell auf den Tisch zaubern.

Sa

 

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Der Spiegel

 

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land...!

 

Kaum ein Gegenstand hat den über sich und die Welt nachdenkenden  Menschen tiefer beeindruckt, als der Spiegel. Die Spiegelung ist oft noch von jenem geheimnisvollen Zauber umgeben, der in Märchen und anderen Erzählungen weiterlebt.

 

Was ist ein Spiegel?

 

Ein Spiegel ist eine glatte, reflektierende Fläche, die scharfe optische Abbildungen (Spiegelbilder) erzeugt.

Er besteht daraus, dass ein beliebiges Metall mit Glas überzogen wird.

Seit jeher gibt es in der Natur spiegelnde Flächen worin sich die Menschen betrachten können.

Bei den von Menschenhand hergestellten Spiegeln unterscheidet man nach dem Material: Metallspiegel und Glasspiegel.

 

Die Geschichte des Spiegels

 

Anfangs konnte der Mensch sein eigenes Spiegelbild nur in spiegelnden Gewässern anschauen.

Per Zufall hat der Mensch dann beim Spiel mit dem Feuer herausgefunden, dass sich Glas verflüssigen lässt. So fing er an verschiedenste Materialien mit flüssigem Glas zu überziehen und stellte fest, dass er sein Eigenbild sehen konnte, wenn er Bronze mit Glas übergoss.

Daraufhin versuchte der Mensch dieses Phänomen mit anderen Metallen zu erreichen, um damit ein noch klareres Abbild zu erstellen. Wie ging es weiter?

 

-         Schon um 8000 vor Christus gab es in Mesopotamien polierte Bronzespiegel, die jedoch noch nicht mit Glas überzogen wurden.

-          Ab dem 1. Jh. n. Chr. benutzten die Römer neben den Metallspiegeln kleine Glasspiegel, welche durch Beschichten von Glas mit Zinn oder Blei hergestellt wurden.

-          Um 300 n. Chr. wurden im römischen Reich Spiegel aus metallhinterlegtem Glas verwendet.

-          Im 13. Jahrhundert wurden in der Stadt Murano, die im 16. Jh. Zentrum der Spiegelindustrie wurde, Glasspiegel in grösserem Massstab hergestellt.

-          Später wurden die Metallspiegel immer mehr von den Amalgamspiegeln verdrängt.

-          Danach entstanden in ganz Europa Spiegelwerkstätten.

-          1665 wurde in Frankreich die erste Spiegelbläserei gebaut.

-          1670 wurde in einer französischen Spiegelfabrik ein neues Verfahren entwickelt, wodurch grössere Spiegelplatten hergestellt werden konnten. Seit dann werden Spiegel in der Architektur verwendet.

-          1835 gelang es erstmals einen Silberspiegel auf einer Glasoberfläche zu bilden.

-          Erst 1938 wurde in den USA ein Spritzverfahren zur Spiegelbelegung entwickelt, das es ermöglicht Spiegel vollautomatisch herzustellen.

 

Einige Dinge, die uns ohne Spiegel fast unmöglich erscheinen:

 

-          Stelle dir vor, du gingest Kleider einkaufen und es hätte keinen Spiegel, in dem du dich anschauen könntest.....

-          Stelle dir vor, du könntest keine Fotos mehr schiessen und keine Filme mehr drehen.......

-         Stelle dir vor, du stehst am Morgen auf und kannst nicht in den Spiegel schauen und dich zurechtmachen, sondern musst dich immer auf den Rat deiner Mutter / deines Vaters / deiner Geschwister, oder auf dein eigenes Gefühl verlassen.....

-         Stelle dir vor, du arbeitest in einem Spital und müsstest auf diverse Operationen verzichten......

-         Stelle dir vor, du gehst zum Coiffeur und lässt dir die Haare nach dem Geschmack deines Frisörs schneiden...

-         Stelle dir das Chaos auf den Strassen und die grosse Unfallzunahme vor, wenn es keinen Rückspiegel gäbe....

 

Nicole S. und Fiona

 

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Das Telefon

 

Das Telefon gehört zu den wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Denn Botschaften übermitteln war schon früher eine wichtige Angelegenheit. Doch wie entwickelte sich das Telefon?

 

Alles begann mit dem Lauftelefon:    

 

Das Lauftelefon war damals ein handelsüblicher Mensch, der die Botschaft mit Hilfe seines Gedächtnis von Ort A zum gewünschten Ort B im Laufschritt überbringen musste. Doch bei diesem Informationsaustausch dauerte es oft zu lange, so war die Nachricht oft schon hinfällig.

 

        

Das Trommeltelefon.

 

Dieses Telefon kam auch ohne Strom aus. Ziel war es durch Trommelschläge zu vermitteln. Diese Art der Kommunikation war bei verschiedene Stämme sehr beliebt. Oft nutzte man Trommelrufe um den Krieg anzukündigen oder um Frieden zu schliessen.... Sie dienten auch als Hilfesignale oder um das Volk vor Gefahr zu warnen.

 

Das Feuertelefon

 

Beim Feuertelefon werden die Botschaften in Form von Licht übertragen. Die Reichweite ist zwar höher als beim Trommeltelefon, doch allerdings ist der Nachteil, dass man sich oft die Hände verbrannte. Diese Übermittlung fand oft bei der Ankündigung eines Bürgerkrieges statt.

 

 

Das Fadentelefon

 


Eine prima Erfindung war das Fadentelefon. Alles was man benötigt sind zwei Büchsen und eine Schnur. Vorteil des Telefons ist der sparsame Stromverbrauch und die geringe Telefongebühr. Aber auch der Nachteil soll nicht verschwiegen werden: Die Reichweite ist nicht sehr gross...

 

Das Telefon von Philipp Reis

 

1863 präsentierte Philipp Reis das erste Telefon der Welt, welches gesprochene Töne mit Hilfe von Strom überträgt.

 

Dieses Telefon erlangte allerdings nie Marktreife, obwohl Reis immer wieder versuchte sein Telefon durch Vorträge bekannt zu machen.

Seine Erfindung war damals noch zu früh für die Welt.

 

Das Telefon von Bell

 

Das erste Telefon, das in der Praxis Anwendung fand, ist der Handapparat von Alexander  Graham Bell  aus dem Jahr 1877.

Es besteht aus zwei identischen Stielhörern, die über eine Batterie miteinander verbunden sind. Die Erfindung des Kohlemikrofons von Th. A. Edison verhalf dem Telefon zum endgültigen Durchbruch. 

Verschiedene Telefone:

 

 

 

 

 

 

Luana und Zora

 

 

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Licht – vom Feuer zur Glühbirne

 

Nach Schätzungen wurde vor ca. 500 000 Jahren das Feuer nutzhaft eingesetzt.
Es versteht sich von selbst, dass in jener Vorzeit das Feuer nicht in erster Linie als Lichtquelle benutzt wurde, sondern vielmehr als Wärmespender, als Schutz gegen Tiere und zum zubereiten von Nahrung. Und doch ist die "Erfindung" der ersten transportablen Lichtquelle - primitiver Pechfackeln, die aus den Zweigen harzhaltiger Bäume hergestellt wurden, auf diese Zeit zurückzuführen.

 

Im sechzehnten Jahrhundert bildeten einfache Öllampen mit dem Licht des offenen Herdfeuers die einzige Lichtquelle. Im Vergleich zur Öllampe ist die Kerze noch relativ jung, sie soll erst von den Römern in der Zeit nach Christi Geburt erfunden worden sein. Erst 1800, mit Verbindung des geflochtenen Baumwolldocht, wurde die heutige Haushaltskerze eingeführt.

Von alters her hatte der Mensch Sehnsucht nach Licht. Im alten Griechenland des 6. Jahrhunderts v. Chr. wurden Holz und Kien in Schalen mit Öl und Fett getränkt. Die alten Ägypter verwendeten dafür Rhizinusöl und die Römer Talg sowie Öl. Vom vorchristlichen Altertum wird vermutet, dass Beleuchtungsmittel durch Eintauchen eines Dochtes in Talg hergestellt wurden. Der Docht bestand meist aus Binse, Schilfrohr, Papyrus oder Hanfabfällen. Diese kleinen Wachsfackeln wurden als Beleuchtungskörper an den Spitzen eines Kandelabers aufgesteckt.

 

Umgangssprachlich als Glühbirne bezeichnet gehört die Glühlampe zu den ältesten elektrischen Leuchtmitteln - 1998 feierte die Glühlampe ihren 120. Geburtstag. Bei ihr handelt es sich um einen so genannten Temperaturstrahler. Im Inneren bringt elektrischer Strom einen gewendelten Wolframdraht zum Glühen. Allerdings, die Glühlampe erzeugt auf diese Weise mehr Wärme als Licht.

 

Rund 70 Prozent des künstlichen Lichts auf der ganzen Welt wird mit Leuchtstofflampen erzeugt, gemeinhin als Neonröhren bekannt. Sie sind der Renner in Sachen Wirtschaftlichkeit. Sie brauchen nur einen Fünftel des Stroms einer Glühlampe, und ihre Lebensdauer erreicht mehr als 12’000 Stunden.

Petra und Stephanie

 

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Die Geschichte der Zigarette

 

Auf dem amerikanischen Kontinent war Tabak als Droge mindestens seit 500 Jahren vor Christi Geburt bekannt. Mayas und die Indianer Nordamerikas rauchten Tabak zur Kontaktaufnahme und Zwiesprache mit den Göttern. Von Entdeckungsreisen heimkehrende Seefahrer brachten Anfang des 16. Jahrhunderts die Tabakpflanze mit nach Europa. 

Die neue Pflanze sorgte für Furore: In Spanien wurde sie zunächst als Zierpflanze geschätzt. Das Rauchen selbst wurde erst in den Niederlanden üblich, dann auch in England. Vielen galt der Tabak als potentes Heilmittel. Helfen sollten Tabakblätter, unter anderem gegen Würmer, Kopfschmerzen und Hühneraugen, Husten und sogar gegen die Pest.

Innerhalb weniger Jahrzehnte war die Sitte des Rauchens in Europa allgemein bekannt und weit verbreitet. Tabak war jedoch keine Massenware, sondern ein wertvolles Produkt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde hauptsächlich Pfeife geraucht, zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam die Zigarre hinzu, weitere 50 Jahre später die Zigarette.

Heute werden ca. 95% des konsumierten Tabaks in Form industriell gefertigter Zigaretten geraucht. Zigarren und Zigarillos erbringen lediglich 2% des Gesamtumsatzes an Tabakwaren (rund 35 Milliarden SF pro Jahr).

Dabei waren Zigaretten zunächst kaum mehr als eine Form der Resteverwertung. Bei der Zigarrenproduktion anfallende Tabakkrümel wurden gesammelt und in Papier gewickelt – ein relativ billiges Rauchvergnügen. Die Arbeiterinnen in den großen spanischen Tabakindustrien zählten zu den ersten Konsumentinnen der Zigarette. Überhaupt wurde Rauchen für Frauen erst mit Erscheinen der Zigarette gesellschaftlich akzeptabel. 

Anfang des Jahrhunderts wurde die Zigarette durch die maschinelle Produktion zum Massenartikel.

In den 50 Jahren wurden jedoch auch die gesundheitlichen Folgen des Rauchens in groß angelegten Studien erstmals wissenschaftlich untersucht und dokumentiert. Rauchen gilt seither weltweit als eine der häufigsten Ursachen für vorzeitige Invalidität und Tod. Weltweit sterben jährlich mehr als drei Millionen Menschen an Krankheiten, deren Entstehung mit dem Rauchen in Verbindung gebracht wird, mehr als eine Million davon allein in Europa.

 

Pablo und Robin

 

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Die Uhr

Geschichtliches:

In der Geschichte erfolgte die Zeitmessung vorwiegend durch die Bewegung der Erde im Verhältnis zur Sonne und zu den Sternen. Die Schattenuhr  zählte zu den ersten Uhren, die schon um 3500 v. Chr. verwendet wurden. Es handelte sich dabei um einen senkrechten Stab, der einen Schatten warf. Die erste halbkugelförmige Sonnenuhr wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. von dem Astronomen Berossus erfunden. Bei der Wasseruhr  zeigt eine fließende Wassermenge an, wie die Zeit vergeht. Bei Sanduhren benutzt man einen Sandstrom, um Zeitabschnitte zu messen. Die Sanduhr ist erst für das 14. Jahrhundert belegt, aber wahrscheinlich wohl älter.

Die elektrische Uhr war eine amerikanische Innovation aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Erfindung des Freipendels im Jahr 1921 ermöglichte die genaueste Uhr vor der Einführung der Quarzuhr in Amerika im Jahr 1929.

Elektronische Armbanduhren erschienen 1959 auf dem Markt, welche durch Batterien betrieben wurden.

In den siebziger Jahren folgten dann die digitalen Uhren.

 

Interessantes:

Die Uhr war oft nicht nur nützliches Gerät, sondern auch Schmuckstück. Die ersten Uhren waren aufwendig verziert. Viele Uhren trugen Skulpturen. Im späten Mittelalter benutzte man in Europa Turmuhrwerke auch dazu, große Figuren von Heiligen in Bewegung zu versetzen. Kuckucksuhren wurden im Schwarzwald schon 1730 hergestellt und sind noch heute beliebt. Einige frühe englische Uhren hatten die Form von Laternen oder Vogelkäfigen.

Seit dem 18. Jahrhundert zählt die Schweiz zum Zentrum der Uhrenindustrie. Zuerst wurden Uhrenteile in Heimarbeit hergestellt und dann von Uhrmachermeistern zusammengesetzt und verkauft.

Die Massenproduktion von Uhren mit auswechselbaren Teilen begann in den Vereinigten Staaten nach der Amerikanischen Revolution. Wegen des Mangels an Metall wurde auch Holz für die Uhrwerke verwendet. Eine Flut von Verbesserungen machte, zusammen mit den Einsparungen der Massenproduktion, die Vereinigten Staaten in der Uhrenherstellung bald zum führenden Land der Welt. Als die Produktion stieg, drückte der Wettbewerb den Preis einer Uhr auf einen Dollar oder noch darunter, und erstmals konnten sich die meisten Familien eine Uhr leisten.

Marc und Guido

 

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Fernsehen

 

Fernsehen (TV: Television), Echtzeitübertragung von bewegten und unbewegten Bildern durch elektronische Mittel über elektrische Übertragungsleitungen (Kabel) oder mittels elektromagnetischer Strahlung (Funkwellen).

 

Die Geschichte der Entwicklung des Fernsehens war hauptsächlich eine Suche nach einem geeigneten Gerät, um Bilder abzutasten. Das erste dieser Geräte war die so genannte Nipkow-Scheibe, die von dem deutschen Erfinder Paul Gottlieb Nipkow 1884 patentiert wurde. Es handelte sich dabei um eine flache, runde Scheibe, die mit einer Reihe kleiner Löcher versehen war. Wenn die Scheibe vor dem Auge in Drehungen versetzt wurde, tastete das äußerste Loch einen Streifen an der Oberseite des Bildes ab, während die nachfolgenden Löcher Streifen darunter abtasteten, bis das gesamte Bild abgetastet war. Aufgrund seiner mechanischen Konstruktion, taugte die Nipkow-Scheibe jedoch nicht für den effizienten Betrieb, wenn sie größer gebaut und in schnellere Rotationen versetzt wurde, um eine bessere Bildgüte zu bekommen.

 

Die ersten wirklich erfolgreichen Fernsehaufnahmegeräte waren das Ikonoskop (erste Bildspeicherröhre in der Geschichte der Fernsehtechnik), das von dem in Russland geborenen amerikanischen Physiker Wladimir Kosma Zworykin 1923 erfunden wurde, und die Bildzerlegungsröhre, die von dem amerikanischen Funktechniker Philo Taylor Farnsworth kurze Zeit später entwickelt wurde. Im Jahr 1926 erfand der schottische Techniker John Logie Baird ein Fernsehsystem, das infrarote Strahlen verwendete, um Bilder im Dunkeln aufzunehmen. 1930 führte M. von Ardenne in Berlin das erste vollelektronische Fernsehbild vor. Zu den ersten großen Fernsehübertragungen zählten die Olympischen Spiele von 1936. In Deutschland begann das öffentliche Fernsehen in der Bundesrepublik 1952 – in der DDR 1955. Nachdem man in den USA 1954 das NTSC-System eingeführt hatte, unternahm man in Europa intensive Anstrengungen zum Thema Farbfernsehen. Dies geschah insbesondere auch aufgrund gewisser Mängel, die das NTSC-System mit sich brachte. 1956 gelang dem französischen Elektrotechniker Henri de France mit seinem SECAM-System die Lösung dieser Schwierigkeiten. SECAM wurde 1966 in Frankreich eingeführt und ist auch heute dort sowie in einigen osteuropäischen Ländern Standardsystem. 1963 führte Walter Bruch sein bei Telefunken entwickeltes PAL-System vor. Es wurde 1967 das offizielle Farbfernsehsystem in Deutschland.

 

Evelyn und Jonas

 

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Das Schloss

 

Der Wunsch des Menschen nach Sicherheit im weitesten Sinne ist so alt wie die Menschheit selbst. So ist das Schloss keine Erfindung jüngeren Datums. Ganz im Gegenteil: Mechanische Sicherungen der einfachsten Form (mit Haken, Ösen und Stiften) kommen auf mit dem Sesshaftwerden der Jäger und Sammler.

Geschichtlicher Überblick

Das ägyptische Schloss (ca. 5000 v. Chr.)

Ein Schlüssel aus Knochen oder hartem Holz wurde seitlich in ein an der Aussenseite der Türe angebrachtes Schlossgehäuse geführt und damit Sperrklötzchen betätigt, die den Riegel zum Herausziehen freigaben.

 

Das hethitische Schloss (ca. 2500 v. Chr.)

Bronze ermöglichte das Anfertigen eines Metallschlüssels und damit das Anbringen des Schlosses an der Innenseite der Türe. Der Schlüssel war T- und L-förmig, das Schlüsselloch tauchte erstmals auf.

 

Romanik (ca. 1000-1250 n.Chr.)

Erfindung der Schnappfalle die selbsttätig wieder in ein am Türpfosten angebrachtes Schliessblech “schnappte“.

 

Gotik bis Barock (ca. 1220-1760 n.Chr.)

Die Schmiedekunst machte grosse Fortschritte; Schlüssel und Schloss wurden wunderschön verziert. Grosse Veränderungen im Schliessmechanismus gab es keine.

 

Doppelschlüssel

Hakenfalle

1865 n.Chr.

Linus Yale jun. entwickelte das heutige Sicherheitszylinderschloss und leitete damit eine völlig neue Epoche auf dem Gebiet der Sicherheitsschlösser ein. So funktioniert es:

Das Kernstück des Sicherheitsschlosses ist ein drehbar im Gehäuse gelagerter Zylinder. Im geschlossenen Zustand drücken Federn fünf oder sechs Oberstifte im Gehäuse nach unten. Sie sperren die Trennlinie zwischen Zylinder und Gehäuse, so dass der Zylinder nicht gedreht werden kann. Wenn der richtige Schlüssel im Schloss steckt, werden die Stifte soweit noch gedrückt, dass sich ihre Trennebene auf einer Linie zwischen Zylinder und Gehäuse befindet. Der Zylinder, der mit dem Riegel in Verbindung steht, kann gedreht, das Schloss also geöffnet werden.

 

Corina und Nicole M.

 

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Papier

 

Papier ist ein äusserst vielseitiger Werkstoff. Im Osten galt Papier als heiliges Material, diente zugleich aber auch praktischen Zwecken, von der Herstellung von Knallkörpern bis hin zu Bodenbelägen.

Im Westen betrachtete man Papier bald als einen Artikel des täglichen Gebrauchs. Es diente vorwiegend zum Beschriften, Bedrucken und Verpacken. Seine Rolle als einzigartiger Werkstoff wird heute durch die Entwicklung immer neuer elektronischer Medien untergraben. Papier ist zu einem Wegwerfprodukt unserer Gesellschaft geworden.

Frühe Schriftträger

Die ältesten Bildschriftzeichen sind Felsmalereien. Auf Knochen, Muscheln, Elfenbein und Jade wurden Bilder und Zeichen geritzt. Später dienten Kalkstein, Holz, Ton-, Metall- und Wachstafeln als Trägermaterial. In China entdeckte man Panzer von Schildkröten, in die um 1700 v. Chr. Schriftzeichen geritzt worden waren. Dort wurde auch auf Geweben (Seidenbändern) oder Stoffen aus Bast geschrieben. Bambustäfelchen kannte man um 500 vor Christus.

Die älteste mesopotamische Bilderschrift wandelte sich durch Einritzten und Eindrücken der Bildsymbole in feuchte Ton zur Keilschrift. Auch die kretische Bilderschrift entwickelte sich zur Symbolschrift und wurde auf Tontafeln eingeritzt.

Tierhäute, ungegerbtes, mit Kalk behandeltes Fell, wurde im Mittelalter zum wichtigsten Schriftträger des europäischen Kulturkreises.

Die Verarbeitung von meist leicht beschaffbaren Pflanzenfasern zu einem blattartigen Schreibmaterial führte zu den ersten Vorläufern des Papiers.

Vorläufer des Papiers

Die bekanntesten direkten Vorläufer des Papiers sind Papyrus und Pergament. Ebenfalls Vorläufer des Papiers sind Tapa, Amatl und Huun.

Pergament ist eine besonders präparierte Tierhaut, die man vor allem im Mittelalter verwendete (siehe oben). Ein Beschreibstoff von gleichmässiger und geschlossener Oberfläche. Papyrus, Tapa, Amatl und Huun – alle pflanzlichen Ursprungs – unterscheiden sich vom Papier vor allem durch die Technik der Herstellung: Pflanzliche Fasern werden durch Klopfen miteinander verbunden und zu einem Blatt geformt. Beim Papier bilden aufgeschlossene Fasern, mit Wasser verdünnt und mit einer Form geschöpft, das Blatt.

Gina und Tatjana L.

 

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Das Rad

 

Das Rad wurde im 33. Jahrhundert v. Chr. erfunden,  die heute üblichen Gummireifen im Jahre 1839. Es besteht normalerweise aus einer Nabe (in der Mitte des Rades), die durch die Speichen mit dem Felgen verbunden ist.

Ein Rad ist ein annähernd kreisrunder scheibenförmiger Teil eines Geräts, der sich um eine Achse im Mittelpunkt drehen kann. Das Rad hat den besonderen Vorteil, dass der Transport von Lasten und Personen sehr viel weniger Arbeit (physikalisch Kraft mal Weg) erfordert als durch einfaches Schleifen über den Boden erforderlich wäre.

Das  Rad wird darüber hinaus zur Kraftübertragung verwendet, etwa als Zahnrad oder in einem Riemengetriebe in Form einer Riemenscheibe.

Die Erfindung des Rades (bzw. dessen Nutzung) gilt als ein wesentlicher Schritt in der Geschichte der Menschheit.

Im Allgemeinen gilt die Sumerer-Kultur als jene, in der das Rad erstmalig angewandt wurde.

Neben dem klassischen Anwendungsfall finden sich noch zahlreiche weitere:

 

 

 

 

Im alten China nutzte man ovale Räder, deren rüttelnde Bewegung zur Luststeigerung der Insassen diente. Heute übernehmen Karussells diese Aufgabe.

Zur Bewegung der Töpferscheibe wird ein Antriebsrad genutzt.

Zentrifugen zur Trennung von Substanzen sind auf einer vertikalen Achse rotierende Räder.

Ältere Nähmaschinen und Motoren benutzen ein Schwungrad zur Stabilisierung ihres Bewegungsablaufs.

Wassermühlen nutzen ein mehr oder großes Wasserrad (Schaufelrad) zur Kraftübertragung der Wasserkraft in eine horizontale Bewegung, Raddampfer nutzen das umgekehrte Prinzip.

Mechanische Rechenmaschinen, Zählwerke und Registrierkassen benötigen zahlreiche Räder.

 

Sabine und Tatjana N.

 

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