Enseigner avec les nouveaux médias : une vidéo de la FMS Münchenstein remarquée par la FHNW Muttenz
Si l’enseignement et l’apprentissage analogiques ont encore de beaux jours devant eux, le numérique offre également de belles perspectives, tant pour les apprenants que pour les enseignants. Récemment, une vidéo d'Anna-Mariia Lukianova, F1c (Video) réalisée dans la cadre d’un exercice de français où les élèves devaient se présenter sous la forme d’une animation vidéo, a été remarquée par Claudia Zimmerli-Rüetschi, enseignante pour « Lehren und Lernen mit digitalen Medien » à la FHNW.
Chère Anna-Mariia, comment vous est venue l'idée de réaliser une animation pour ce devoir ?
Je ne voulais pas me filmer parce que je ne suis pas très à l’aise devant la caméra. Et je voulais faire quelque chose de créatif. J’ai donc réalisé une animation vidéo : j’ai utilisé Procreate pour dessiner, puis Alight Motion pour l'animation et le montage.
Votre prononciation est excellente, alors que vous n'apprenez le français que depuis trois ans. Le fait de travailler avec un outil numérique vous a-t-il aidée voire encouragée à parler français ?
Oui, ça m’a aidée. Parler avec les professeurs reste très important, mais travailler avec un outil numérique m’a appris à être plus autonome, à m’écouter et à me corriger. En plus, c’est interactif et donc, plus motivant : )
Que retenez-vous de ce devoir et quel message aimeriez-vous transmettre aux élèves qui apprennent des langues étrangères ainsi qu'aux enseignant-e-s qui les enseignent ?
Il faut pratiquer et ne pas avoir peur de se tromper et de recommencer. Pour faire cette vidéo, je m’y suis reprise à plusieurs fois. Le plus important, c’est de développer un intérêt pour la langue. La grammaire, par exemple, est essentielle. Mais les projets créatifs aident à utiliser la langue dans la vie réelle et rendent l’apprentissage plus vivant.
Liebe Frau Zimmerli-Rüetschi, worin liegen Ihrer Meinung nach die Vorteile des Lernens und Lehrens mit neuen Medien?
Neue Medien eröffnen vielfältige Möglichkeiten, Lernen aktiv, motivierend und lebensnah zu gestalten. Schülerinnen und Schüler können Inhalte nicht nur konsumieren, sondern selbst gestalten, visualisieren und erklären. Gerade beim Erstellen von Erklärvideos werden Lernende kognitiv stark aktiviert, da sie Fachinhalte verstehen, strukturieren und in eine andere Darstellungsform übersetzen müssen. Gleichzeitig unterstützen Bilder, Sprache und Animationen die sogenannte doppelte Codierung, wodurch Inhalte nachhaltiger verankert werden können. Digitale Medien fördern zudem Kreativität, Kooperation und wichtige Kompetenzen, die junge Menschen auch ausserhalb der Schule benötigen.
Heutzutage nutzen viele Lehrkräfte digitale Hilfsmittel. Warum zeigen Sie Ihren Studierenden Sek I/II das Video von Anna-Mariia?
Das Video von Anna-Mariia zeigt exemplarisch, welches Potenzial in digitalen Lernprodukten von Schülerinnen und Schülern steckt. Meine Studierenden erleben dadurch konkret, wie Lernende komplexe Inhalte verständlich, kreativ und adressatengerecht aufbereiten können. Gleichzeitig wird sichtbar, dass digitale Medien nicht einfach Selbstzweck sind, sondern gezielt Lernprozesse unterstützen können. Das Beispiel motiviert angehende Lehrpersonen, digitale Werkzeuge nicht nur zur Präsentation, sondern als aktiven Bestandteil von Lernprozessen einzusetzen. Zudem erkennen sie, wie viel fachliches Verständnis sichtbar wird, wenn Schülerinnen und Schüler selbst zu Erklärenden werden.
Was nehmen Sie aus dieser Aufgabe mit und welche Botschaft möchten Sie den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften vermitteln, die digitaleTools in ihrem Unterricht einsetzen möchten?
Ich nehme aus dieser Aufgabe mit, wie viel Engagement, Kreativität und fachliches Lernen in solchen Projekten sichtbar werden. Besonders beeindruckend ist, wie Lernende durch die Produktion eigener Medien Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen. Meine Botschaft an Lehrpersonen ist, digitale Hilfsmittel gezielt und didaktisch sinnvoll einzusetzen – nicht, weil sie neu sind, sondern weil sie Lernprozesse bereichern können. Schülerinnen und Schülern möchte ich vermitteln, dass sie digitale Medien nicht nur konsumieren, sondern aktiv gestalten und zum Lernen nutzen können. Entscheidend ist letztlich nicht die Technik selbst, sondern wie sie Lernen, Verstehen und Austausch unterstützt.
Interviews und Redaktion: Frédéric Hueber
Korrekturlesen: Rahel Pecora
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